Hier können Sie Geschichtliches über uns erfahren
Die St. Peter und Paul Schützenbruderschaft Obermarsberg 1448 e. V.
wurde im Jahre 1947 als Rechtsnachfolgerin des ehemaligen Krieger- und
Schützenvereins neu gegründet. Ein Kriegerverein ist seit dem Jahre 1871 für
Obermarsberg beurkundet. Die Schützenbruderschaft hat sich die Pflege und
Förderung des seit dem Jahre 1448 in Marsberg nachweisbaren Schützenwesens
auf ihre Fahnen geschrieben. So versteht sie sich als Nachfolgeorganisation
der bereits 1448 - wenn nicht schon früher - in der Marsberger Neustadt
(Obermarsberg) auf dem Eresberg bestehenden Schützengilde oder -vereinigung,
siehe auch Festschrift „Die Marsberger Schützen in kurkölnischer Zeit“ von
Hans Dieter Tönsmeyer, herausgegeben von der Schützenbruderschaft im Jahre
1998 anlässlich der 550-jährigen Jubiläumsfeierlichkeiten. So entstand auch
im Jahre 1997 die Kompanie der Historischen Schützen als eigenständige
Abteilung der Bruderschaft.
Die
Schützenbruderschaft ist Eigentümerin der Schützenhalle, welche im Jahre
2001 wegen ihrer bauhistorischen Bedeutung unter Denkmalschutz gestellt
worden ist. Die Halle, in der sich das kulturelle Leben der Oberstadt zum
größten Teil abspielt, wird neben der Schützenbruderschaft von den
Obermarsberger Vereinen für vielfältige Veranstaltungen, aber auch bei
privaten Anlässen oder als Ferienlager für auswärtige Jugendgruppen genutzt.
Die Unterhaltung dieser Halle erfordert erhebliche finanzielle Anstrengungen
seitens der Schützen. Sie wurde im Jahre 1930 in nicht ganz 5-monatiger
Bauzeit als kompletter Fachwerkbau errichtet. Sie ist eine Schenkung des
Industriellen Karl Hein an den damaligen Krieger- und Schützenverein
Obermarsberg. Schon vor dem Kriege wurde sie mit einer Kegelbahn
ausgestattet, die heute noch als moderne automatisierte Bundeskegelbahn fast
täglich in Betrieb ist. Bis einschließlich 1929 wurde das jährliche
Schützenfest in der alten vereinseigenen Schützenhalle gefeiert, die südlich
der geschlossenen Ortschaft - heute Vorm Südtor - in der Nähe der bis 2004
an der Einmündung der „Langen Ricke“ stehenden Vogelstange lag. Sie diente
nach dem o. a. Neubau bis zu Ihrem Abriss als Scheune und „Dreschschuppen".
Nachforschungen beim Katasteramt in Brilon ergaben, dass sich das Grundstück
„am Glinnwege“ - Wirtschaftsweg zum Glindegrund - seit 1878 in Vereinsbesitz
(Krieger- = Schützenverein) befand. Bereits Anfang 1879 wurde das „vom
Kriegerverein benutzt werdende Gebäude“ (Schützenhalle) eingemessen.
2004 wurde neben der heutigen Schützenhalle auf dem Berge
eine neue Vogelstange errichtet. So wurden Schützenhalle und Vogelstange
wieder zusammen gebracht, wie es ursprünglich auch der Fall war.
Die Schützenbruderschaft ist der größte Obermarsberger
Verein mit derzeit 501 Mitgliedern (Stand: 20.02.2011).
Der geschäftsführende Vorstand setzt sich wie folgt
zusammen:
1. Hauptmann: Sturmius Wegener,
Pagenstraße 42, Telefon 02992 975189, E-Mail:
Sturmius-Wegener@web.de
2. Hauptmann: Jörg Zeh,
Glindegrund 16, Telefon 02992 907711, E-Mail:
joerg.zeh@t-online.de ,
Schriftführer: Michael Schäfer,
Carolus-Magnus-Str. 26, Telefon 908462, E-Mail:
schuetzen-obermarsberg@online.de
Kassierer:
Josef Andree, Kaiser-Karl-Platz 6, alle 34431 Marsberg,
Telefon 4348, E-Mail: jandree@web.de
Darüber hinaus gehören dem Vorstand
20 weitere Mitglieder
als Offiziere, an, deren Aufgaben im Einzelnen durch den Gesamtvorstand
festgelegt werden. Ferner ist der jeweilige Pfarrer von Obermarsberg
geborenes Mitglied im Vorstand als geistlicher Präses.
Karl-Rudolf Böttcher, Ehrenoberst

Das historische Wappen der Stadt
Marsberg
Quelle: Hans
Dieter Tönsmeyer, Die Marsberger Schützen in kurkölnischer Zeit
Die ältesten
Darstellungen städtischer Wappen befinden sich auf Siegeln. Bevorzugte
Siegel- und Wappenbilder der alten Städte sind Darstellungen mit dem Stadt-
oder Landespatron, mit dem Modell einer wehrhaften Stadt als Ausdruck
eigener Rechtsfähigkeit, mit dem Symbol des Landesherren oder des
Stadtgründers. Auf diese Weise ist auch das erste Siegel der Stadt Marsberg
gebildet worden, das in einem Abdruck von 1231 erhalten ist. Es zeigt im
Vordergrund ein Stadttor mit kurzen Stadtmauerabschnitten auf beiden Seiten,
sämtlich mit Zinnen gekrönt, und im Hintergrund erhebt sich die
doppeltürmige Fassade des St.-Peters-Münsters. Als dann, noch im 13.
Jahrhundert, in der Neustadt Marsberg die Münzprägung einsetzte, wurde für
die Vorderseite der Münze das alte Münzzeichen Alpha und für die Rückseite
die aus dem Siegel geläufige Doppelturmfassade verwendet. Bald darauf ist
das Münzbild jedoch geändert worden, und im Tor der Kirche erschien nun an
der Stelle des bisherigen Kugelkreuzes ein Petersschlüssel. Damit war die
vorher anonyme Kirchendarstellung als Peterskirche erkennbar. Der Schlüssel
als Symbol des heiligen Petrus hat dann der Stadt Marsberg für sechs
Jahrhunderte als Wappenzeichen gedient. Die Farbgebung wird nicht
überliefert. Für die beiden „Binde- und Löseschlüssel“ werden die Farben
Golden und Silbern gewählt. Dem dürfte, wie in anderen Stadtwappen (z.B.
Bremen), ein roter Schildhintergrund entsprochen haben.
In
schriftlicher Form wird das Marsberger Stadtwappen erstmals 1615 bezeugt. In
diesem Jahr hatte der kurkölnische Stadtrichter im Gebiet der Altenstadt vor
der Diemelbrücke ein Zollbrett mit dem kölnischen Wappen, einem schwarzen
Kreuz im weißen Feld aufrichten lassen. Bürgermeister und Rat ließen dieses
Brett abnehmen und an seiner Stelle „ihr Brett mit einem Schlüssel im
schwarzen Kreuz“ anbringen. Sehr vereinfacht wird dieses Zollbrett (ohne
Kreuz, mit liegendem Schlüssel) zwischen der hölzernen Diemelbrücke und dem
Siechenhaus in der Marsberger Grenzkarte von 1662 dargestellt.
Aus dem Jahre 1656 liegt dann als genauere
Bilddarstellung des Schlüssels ein Siegel des kurkölnischen Gerichts
Marsberg vor. Es trägt ein Wappen, das in einem gespaltenen Schild auf der
linken Seite (d. i. heraldisch rechts) ein kurkölnisches Kreuz und rechts
einen senkrecht gestellten Schlüssel mit einem nach rechts weisenden Bart
zeigt. Von diesem Siegel gibt es noch eine leicht abgeänderte spätere
Fassung mit gleichen Wappen, bei der die Jahreszahl 1656 fehlt. Der Bart des
Schlüssels zeigt in diesem Fall regelgemäß nicht zum Nebenwappen, sondern
zum Wappenrand, d.h. nach rechts. Die jüngste Fassung des Schlüsselwappens
(mit Linksbart) stammt aus dem Jahre 1762 und ist im „Amtssiegel der
Schmiedezunft der Alt- und Neustadt Marsberg“ enthalten.
Geschichtliches über das
Schützenwesen
Von Karl-Rudolf Böttcher
Die ersten Schützengesellschaften finden wir bereits zu
Beginn des 14. Jahrhunderts in Flandern. Die flämischen Städte hatten in
dieser Zeit durch Handel und Gewerbe eine hohe Blüte erreicht. Damit war
Flandern aber auch Schauplatz zahlreicher Kriege. Die flämische Bevölkerung
hatte sich immer wieder gegen Angriffe der Franzosen und Engländer zu
verteidigen. Mit dem Auftreten der englischen Schützen mussten sich auch die
Bürger der flandrischen Städte auf die neuen Waffen Bogen und Armbrust
einstellen. Durch die Einführung der Armbrust hat sich das städtische
Wehrwesen erheblich verändert. Die Vertrautheit mit dieser neuen Waffe war
nur durch regelmäßige Schießübungen zu gewinnen. Diese Aufgabe übernahm nun
eine herausgehobene Gruppe von Schützen. Ihren Abschluss fand die
Entwicklung in der Gründung von eigenen Schützengilden oder -gesellschaften.
Mit dem Hervortreten der Zünfte wird nun überall auch das Bestehen oder
Entstehen einer Schützengesellschaft wahrnehmbar. Die Schützenbewegung
verläuft also genau parallel mit der Zunftbewegung und mit dem Aufkommen
einer neuen Waffe, der Armbrust. Hauptzweck mittelalterlichen
Schützenvereinigungen in Friedenszeiten waren Waffenübungen und
Waffenspiele, wie sie z. B. bei Schützenfesten und Schießspielen zum
Ausdruck kommen.
Um 1300 tauchen in allen größeren Städten Flanderns die
ersten Schützengesellschaften auf, und zwar ausnahmslos die Armbrustschützen
als die älteren. In Brabant gehören die Armbrustgilden von Brüssel und Löwen
zu den ältesten. Die Armbrust- und Bogengilden von Antwerpen sind in den
ersten Jahrzehnten des 14. Jahrhunderts entstanden. Die
Schützengesellschaften haben sich von Flandern aus nach Süden, Osten und
Norden ausgebreitet. Um 1400 hat die Schützenbewegung bereits die nördlichen
Niederlande und das Rheinland erreicht. Sehr schnell ist sie dann zu Beginn
des 15. Jahrhunderts in die übrigen Gebiete Mitteleuropas bis ins Baltikum
gelangt.
Zur Geschichte des
Schützenwesens in Marsberg:
Die Stadt
Dortmund, der stadtrechtliche Vorort Marsbergs, hatte bereits 1378 eine
Gesellschaft von Armbrustschützen. Damit besaß sie als erste Stadt in
Westfalen eine Schützengesellschaft Eine frühe Erwähnung (1412) findet sich
auch für die Geseker Schützen. Darüber hinaus sind in Brilon in einer
Abschrift auch die Statuten der Schützengesellschaft von 1417 erhalten
geblieben. Die Statuten sind die ältesten Westfalens. Die Schützen von
Rüthen schließlich werden im Jahre 1447 erstmals urkundlich erwähnt. Diese
drei Städte gehörten wie Marsberg zum östlichen Teil des kurkölnischen
Herzogtums Westfalen.
In der historischen Forschung besteht Einvernehmen
darüber, dass die meisten Schützengesellschaften erst zu einer schriftlichen
Fixierung ihrer Statuten übergegangen sind, nachdem sie schon eine Reihe von
Jahren bestanden hatten. Es wird klar, dass die Welle der Schützenbewegung
spätestens im ersten Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts unseren Raum erfasst
hatte. Dieses muss auch für Marsberg gelten, wenn auch urkundliche Zeugnisse
für diese Zeit noch nicht vorliegen.
Eine
Aufzeichnung aus Marsberg, die aus der Zeit der Soester Fehde (1444-49)
überliefert wird, vermittelt einen Eindruck von der Wehrhaftigkeit der Stadt
in dieser Zeit und belegt gleichzeitig den Einsatz der Marsberger Schützen
auf der Seite des Landesherrn. Wenn auch die Kräfte des kurkölnischen
Stadtherrn in diesem Krieg nicht ausreichten, um die Stadt Marsberg zu
beschirmen, so war sie jedoch in der Lage, sich mit eigenen Kräften zu
schützen und in diesen Schutz auch das innerhalb der Mauern liegende
Petersstift einzubeziehen. Aus Dank übertrug der Stiftspropst das Land an
der Trift der Stadt Marsberg. Bis zum Friedensschluss 1449 kam es nicht mehr
zu größeren Kampfhandlungen. Daher dürfte sich der o. a. Überfall spätestens
1448 abgespielt haben. So konnten die Marsberger Schützen den Eresberg und
das Petersstift erfolgreich verteidigen. Als erste schriftliche Erwähnung
des Schützenwesens in Marsberg kann somit das Jahr 1448 gelten.

Marsberg stand
als Grenzstadt immer wieder im Mittelpunkt von Konflikten zwischen Westfalen
und Hessen, dem Erzbischöfen von Köln auf der einen und dem Landgrafen von
Hessen auf der anderen Seite. So unterstützte Kurköln im Jahre 1464 das
Hochstift Paderborn in dem kriegerischen Konflikt mit dem Landgraf von
Hessen um die Burg Calenberg bei Warburg. Auch die Stadt Marsberg musste
wegen ihrer Grenzlage zu Hessen Abwehrmaßnahmen treffen. Dazu wurden 1464
von der Stadt Rüthen eine Vogeler (Kammerbüchse) und zwei Steinbüchsen
ausgeliehen. Marsbergs Schwesterstadt Brilon diente als Bürge für die
Ausleihe. 1465 erging durch die erzbischöflichen Räte ein Ersuchen an die
Stadt Rüthen, dem Erzbischof drei gerüstete Schützen zu Fuß mit Armbrust,
Schild und Eisenhut zu leihen. Ähnliche Aufrufe dürften auch an die anderen
kurkölnischen Städte in Westfalen gegangen sein. Diese Schützen sollten sich
in Brilon versammeln, um anschließend 14 Tage lang in Marsberg Verwendung zu
finden.
Im Jahre 1483
(oder 1484) besaß die Stadt Brilon drei Stadtbüchsen. Die drei „Besitzer“
sind namentlich erwähnt. Möglicherweise handelt es sich hier um die
Geschützmeister. Es ist davon auszugehen, dass auch die Städte Rüthen und
Marsberg bereits eigene Geschützmeister hatten, die den Einsatz der
Geschütze leiten und eine Bedienungsmannschaft befehligen konnten.
Erläuterungen zu den o. a. Büchsen:
Mit
Steinbüchsen wurden steinerne Kugeln von meist 12 bis 20 Zentimetern
Durchmesser als Munition verschossen, wobei das größte Geschütz Steinkugeln
bis 80 cm Durchmesser verschießen konnte. Die Steinbüchse war mit einem
Gewicht von bis zu fünf oder sechs Zentnern schwer und unhandlich.
Wesentlich leichter und beweglicher war dagegen die
Kammerbüchse. Sie wog nur etwa 50 bis 60 Kilogramm und wurde mit Bleikugeln
von 6 bis 7 Zentimetern Durchmesser und 1,5 bis 2 Kilogramm Gewicht
bestückt. Dieses leichte Hinterladergeschütz konnte gut als Wallbüchse auf
der Mauerkrone eingesetzt werden und erreichte durch austauschbare Kammern
eine erhöhte Feuergeschwindigkeit.
Literatur:
Reintges,
Theo: Ursprung und Wesen der spätmittelalterlichen Schützengilden,
Rheinisches Archiv, Veröffentlichungen des Instituts für geschichtliche
Landeskunde der Rheinlande an der Universität Bonn, Bd. 58,
Bonn 1963
Tönsmeyer, Hans Dieter: Die Marsberger Schützen in
kurkölnischer Zeit,
Festschrift
zum 550jährigen Jubiläum der St. Peter und Paul Schützenbruderschaft
Obermarsberg 1448 e.V. (Hrsg.),
Marsberg 1998
Bis 1929 wurde das Schützenfest noch „auf“ dem
Dreschschuppen gefeiert, einer Scheune mit z. T. Steinfußboden an der
heutigen Straße „Vorm Südtor“. Dann bekam der damalige Krieger- und
Schützenverein eine neue Schützenhalle von Herrn Karl F. Hein
gestiftet. Sein Bruder, Otto Hein, der maßgeblich daran beteiligt war,
dass die neue Schützenhalle gebaut werden konnte, wurde zum
Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt. Karl F. Hein, der keine Ehrungen für
seine Person wollte, wurde von der damals noch selbstständigen Stadt
Obermarsberg zum Ehrenbürger ernannt.

Die Ernennungsurkunde zum
Ehrenvorsitzenden für Otto Hein aus 1930
Nach der Grundsteinlegung im Februar 1930 konnte bereits
am ersten Juliwochenende des gleichen Jahres das erste Schützenfest in der
neuen Halle gefeiert werden. Auch schon damals war man in der Lage,
Terminbauten zu erstellen. Im Jahre 2001 wurde die Halle unter Denkmalschutz
gestellt als „klar erhaltenes Beispiel des Bautyps Schützenhalle, wie er
seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert mit prägnanten Beispielen im Herzogtum
Westfalen vertreten ist. Die daraus sich ergebende
wissenschaftlich-architekturgeschichtliche Bedeutung wird ergänzt durch die
Bedeutung der Halle für die Geschichte der Stadt Obermarsberg als wichtiges
Belegstück für das gesellschaftliche Leben der Stadt im 20. Jahrhundert“.
Erster Sonntagskönig in der neuen Halle war Willi Willerscheidt, der
Schützenkönig von 1929.
Heinrich Gerlach schoss im Jahre 1930, im Erbauungsjahr
der Halle, den Vogel ab.

Königspaar 1930
1938 war das letzte Schützenfest vor dem zweiten
Weltkrieg. Danach wurde erst 1947 wieder im September ein Schützenfest
gefeiert. Dort wurde der Vogel zunächst mit Keulen abgeworfen. Schützenkönig
wurde nach erfolgreichem Wurf Hermann Fiege. 1948 schoss Johannes Hellwig
den Vogel mit der von Karl Dicke (Burchels Karl) erbauten Armbrust ab, die
heute noch beim Vogelschießen im St.-Johannes-Stift in Marsberg Verwendung
findet. Danach wurde ab 1949 noch von der freien Vogelstange mit Karabinern
geschossen. Schützenkönig wurde Josef Rasche. Diese Art des Schießens wurde
bis 1973 beibehalten, wobei in den Jahren 1961 bis 1963 das Schießen auf die
freie Stange verboten war. So schoss man vom „Damm“ aus in den
gegenüberliegenden Berghang. Der letzte König an der freien Vogelstange war
Raimund Frieß.

1974 wurde dann erstmals auf die neue Vogelstange mit
Kugelfang geschossen. Hier ging als erster König Wilhelm Thiele hervor.
Letzter Schützenkönig unter der Vogelstange an der Langen Ricke war
Karl-Rudolf Böttcher. 2004 wurde dann eine neue Vogelstange mit Kugelfang
hinter der Schützenhalle gebaut. So war es wieder wie früher, als die
Vogelstange bis 1929 auch bei der Schützenhalle war. Nach einem spannenden
Gefecht mit 5 ernsthaften Bewerbern wurde Berthold Schlüter erster König an
der neuen Vogelstange. In diesem Jahr wurde auch das Schützenfrühstück vor
dem Vogelschießen eingeführt.
St. Peter und Paul Schützenbruderschaft
Obermarsberg 1448 e.V. © Copyright by Michael Schäfer 2006-2011